Tipps und Tricks für Besucher des jobwalk

FAQ für Besucher

Muss ich Termine zum Gespräch vereinbaren?

Grundsätzlich nicht. Es hilft allerdings für einen erfolgreichen Besuch von Deutschlands größter Personalmesse. Der Sinn von Jobmessen besteht nicht darin, alle Stände und sämtliche Aussteller zu besuchen. Bei mehr als 100 Firmenvertretern wäre das Zeitverschwendung.

Konzentrieren Sie sich also auf jene Unternehmen, die Sie beruflich wie persönlich interessieren. Treffen Sie mithilfe der Aussteller- und Kontaktliste Ihre Vorauswahl und packen Sie sich den Tag nicht zu voll: Gehen Sie von einer Zeitspanne zwischen 30 und 45 Minuten pro Unternehmensbesuch und Gespräch aus.

Besuche bei mehr als sechs Arbeitgebern sind meist ohnehin nicht mehr zielführend, da den meisten nach sechs Arbeitgeberbesuchen ohnehin der Kopf raucht. Den siebten überzeugt kaum noch einer. Weniger ist also mehr.

Soll ich die Unternehmen schon im Vorfeld kontaktieren?

Das hilft bei der Vorbereitung auf jeden Fall. Die begehrtesten Unternehmen sind fast immer sehr gut besucht. Hier kriegen Sie oftmals keinen Ad-hoc-Termin oder müssen zumindest mit langen Wartezeiten rechnen.

Finden Sie deshalb besser schon frühzeitig heraus, welche Unternehmensvertreter vor Ort sein werden und schreiben Sie denen eine kurze, freundliche Nachricht – beispielsweise per Mail oder via Xing. Das kommt gerade in Zeiten von Social Media gut an und fällt auf.

Alternativ können Sie auch in der Firmenzentrale anrufen an und versuchen einen Termin zu bekommen. Wer kann, sollte zudem vormittags Termine machen. Da sind die Personaler noch aufmerksamer und weniger gestresst.

Muss ich zum jobwalk etwas mitnehmen?

In Ihr jobwalk-Paket gehören unbedingt aktuelle Bewerbungsmappen – und zwar mindestens so viele, wie Sie Unternehmen besuchen wollen. Womöglich werden Sie öfter danach gefragt – und es wäre dumm, genau dann keine mehr dabei zu haben.

Stecken Sie sich zwei bis drei aktuelle und vollständige Bewerbungsunterlagen mit Anschreiben, Lebenslauf, Bewerbungsfoto und Zeugniskopien ein. Die dienen aber vor allem der Reserve.

Standardmäßig verteilt wird auf einer Veranstaltung wie dem jobwalk eher die sogenannte Kurzbewerbung. Davon sollten sollten Sie ausreichend dabei haben. Sie bestehen letztlich nur auch einem Kurzanschreiben und einem einseitigen Lebenslauf.

Pluspunkte sammelt, wer das Motivationsschreiben vorher individuell für das jeweilige Unternehmen formuliert, sodass es individuell aussieht.

Es gibt Ratgeber, die zudem das Mitbringen eigener Visitenkarten empfehlen. Lassen Sie das bitte, das ist so sinnvoll wie eine Wärmflasche aus Schokolade! Bei Berufseinsteigern wirkt das affektiert, bei Jobwechslern nicht sonderlich loyal, wenn sie zur Bewerbung mit ihrer alten Visitenkarte herumfuchteln. Die Kontaktdaten stehen außerdem schon in den Bewerbungsunterlagen.

Anzug und Krawatte oder Shorts und T-Shirt?

Es kommt natürlich in erster Linie darauf an, für welche Art von Arbeit Sie sich bewerben wollen. Der erste Eindruck allerdings zählt wie immer. Werfen Sie sich also auch für den jobwalk in Schale.

Gänzlich tabu sind Jeans, Minirock und dergleichen. Grundsätzlich gilt die Faustregel: Erscheinen Sie zur Messe so, wie Sie auch später auch im Job aufkreuzen würden. Aber letztlich ist der jobwalk für Sie auch ein Besuch in der City, zum Einkaufen, Kaffee trinken, Eis essen, etc. Die Arbeitgeber wissen also, dass Sie vielleicht nicht ausschließlich für ein Bewerbungsgespräch zum jobwalk kommen.

Aktiv oder passiv?

Gehen Sie zielstrebig auf die Mitarbeiter am Stand zu. Stellen Sie sich freundlich mit Vor- und Zunamen vor und fragen Sie nach Ihrem Ansprechpartner.

Wichtig: Behandeln Sie alle (!) Mitarbeiter am Stand ausgenommen höflich und respektvoll – auch die Hostess, die Ihnen einen Kaffee reicht. Dasselbe gilt für den Abschied hinterher.

Ihr Verhalten am Stand wird genau beobachtet und gibt Aufschluss über Ihre Sozialkompetenz und Manieren.

Wie anfangen?

Fallen Sie nicht gleich mit der sprichwörtlichen Tür ins Haus. Ja, Sie sind hier, um einen Job, eine Ausbildung oder ein Praktikum zu finden. Das wissen auch die Unternehmensvertreter. Aber beginnen Sie nicht gleich damit.

Versuchen Sie es erst mit ein bisschen Smalltalk. Falls Sie sich unsicher sind, was Sie sagen sollen: Stellen Sie Fragen. Zum Beispiel: Wie läuft die Messe denn bisher für Sie? Hatten Sie schon viele interessante Besucher?…

Wie kann ich mich auf den Besuch vorbereiten?

Überlegen Sie sich eine gute Strategie für Ihre Selbstpräsentation: Wie wollen Sie sich darstellen? Was können Sie besonders gut? Was davon passt besonders gut zu dem ausgeschriebenen Job, auf den Sie sich bewerben wollen? All das weckt Interesse.

Differenzieren Sie sich aber bitte nicht über die üblichen Floskeln, wie „Ich bin flexibel, motiviert und kreativ“, sondern indem Sie Ihre Stärken auf die anvisierte Stelle und den besuchten Arbeitgeber zuschneiden.

Einen besonders guten Eindruck hinterlassen Kandidaten, die sich im Vorfeld ein genaues Bild vom jeweiligen Unternehmen, der Branche, den Produkten und der aktuellen Darstellung in der Presse oder auf der Homepage des Unternehmens gemacht haben und darauf im Gespräch eingehen.

Wie geht es nach dem jobwalk weiter?

Mit der Messe ist der Bewerbungsprozess keinesfalls beendet. Bleiben Sie auch danach noch im direkten Kontakt. Fragen Sie Ihren Gesprächspartner beim jobwalk zum Beispiel direkt nach dem Interview nach dessen Visitenkarte (falls er Ihnen diese nicht ohnehin anbietet) und melden Sie sich binnen 48 Stunden nach der Messe per E-Mail.

Bedanken Sie sich für das aufschlussreiche Gespräch und bekräftigen Sie Ihren Wunsch, für das Unternehmen zu arbeiten. Bedanken Sie sich auch, wenn Sie den Job nicht mehr wollen. Man begegnet sich immer zweimal im Leben.

Wie kann ich die Kontakte aufrecht erhalten?

Gemeint sind die geknüpften Kontakte – und die via Social Media. Mitarbeiter, mit denen Sie gesprochen haben, sollten Sie versuchen auf Xing oder Linkedin zu finden und ihnen eine Kontaktanfrage stellen – aber bitte immer mit kurzem Begleitschreiben, nicht nur den Button klicken.

Ebenso können Sie die neuen Beziehungen – falls vorhanden – auf der Karriereseite des Unternehmens pflegen. Kommentieren Sie die Posts zur Messe, teilen und liken Sie die Bilder dazu. All das unterstreicht noch einmal Ihr Interesse und wird – dank heutigen Monitoring-Tools – ganz sicher bemerkt.